Geflügelpest bei Kranichen in Deutschland
Es ist nun amtlich. Bei den toten Kranichen im NSG Galenbecker See (MV) wurde das hochansteckende H5N1 Virus nachgewiesen. Bis heute gibt es mindestens 57 tote/sterbende Kraniche, 2 Kolkraben und zwei tote Graugänse. Auch bei Waren (MV), im Rhinluch (Brandenburg), in Niedersachsen sowie Thüringen wurden tote Kraniche entdeckt.
In den Wintern 2021/22 und 2022/23 kam es zu massiven Ausbrüchen der Vogelgrippe im Norden Israels, im Hula Tal. Auf diesem Osteuropäischen Zugweg sind mindestens 8.000 Kraniche verendet. Im Dezember 2023 brach die Vogelgrippe im Hortobagy-Nationalpark in Ungarn bei Kranichen aus. Auf dem Baltisch-Ungarischen Zugweg sind damals um die 20.000 Kraniche verendet. Nun wurden die Vogelgrippe bei Kranichen erstmals auf dem Westeuropäischen Zugweg nachgewiesen.
Der Dank des Kranichschutzes derzeitig gute Bestand des Graukranichs in Europa kann schlagartig einbrechen. Das zeigt erneut, wie wichtig auch aktuelle Schutzbemühungen für die charismatischen Vögeln sind. Wir hoffen, dass der Verlauf hier in Deutschland, keine derartig gravierenden Auswirkungen haben wird und sind in ständigem Kontakt mit den einzelnen Rastplätze über unser bundesweites Netzwerk.
Falls Sie tote oder kranke Wildvögel finden, fassen Sie diese unter keinen Umständen an und melden Sie Ihren Fund unverzüglich den zuständigen Veterinärbehörden. Die rasche Bergung kranker Vögel trägt dazu bei, dass sich das Virus nicht so schnell ausbreitet. Vielen Dank!