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Besenderung
Besenderung

Wiegt der gefangene Kranich mehr als 3000 g, bekommt er zusätzlich zu den Farbringen einen Rückensender. Dieser wiegt ca. 65 g. Der Sender wird mit einem 1 cm breiten, elastischen schwarzen Hosengummi zwischen beiden Flügeln auf dem Rücken befestigt. Jeder besenderte Vogel bekommt eine eigene Frequenz.

Alle 1,5 Sekunden wird ein Impuls abgegeben, der mit einem speziellen Receiver empfangen werden kann. Der Frequenzbereich liegt zwischen 148 und 149 Mhz. Je nach Bodenrelief und Vegetation schwanken die Empfangsdistanzen von 2-7 km. Die Lebensdauer der Sender beträgt 3-4 Jahre.

Paten aus ganz Deutschland sponsern die Sender, dürfen sich einen Namen für "Ihren" Kranich aussuchen und bekommen dann halbjährlich den Lebenslauf Ihres Lieblings übermittelt.

Im Rahmen des Kranichschutzes sind die Ergebnisse zur Raumnutzung von größter Bedeutung für die Landschaftsplanung.

© Anne Kettner
Funkdaten für die Landschaftsplanung

Mit Hilfe der Radiotelemetrie wird untersucht, welche Größe Kranichreviere für eine erfolgreiche Jungenaufzucht haben müssen, welche Nahrungsflächen Kranichfamilien bevorzugen, wie diese Flächen strukturiert sind und welche Einflüsse Störungen haben.

Einige Ergebnisse zur Reviergröße zeigen beispielsweise, dass von 13 Kranichfamilien im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte in den Jahren 1995-2000 durchschnittlich 80,5 Hektar (n=19) Revierfläche für eine erfolgreiche Jungenaufzucht benötigten.

© Dr. Günter Nowald
GPS-Sender

2013 kaufte Kranichschutz-Deutschland erstmalig drei neuartige GPS-Sender der e-obs GmbH - eine Firma, die sich auf leichtgewichtige GPS-Sender zur Anbringung an Vögeln- und Säugetieren spezialisiert hat.

Die Sender, die Kranichschutz-Deutschland kaufte sind GSM (Global System for Mobile Communications) fähig, d.h. sie können SMS mit Standorten (GPS-Koordinaten) verschicken. Im Fall der Kranich-Sender wird eine SMS pro Tag mit fünf Positionen des Kranichs an das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf geschickt. Dies hat den großen Vorteil, dass die Wissenschaftler den Kranich nicht mehr im Feld aufsuchen müssen um Informationen über Aufenthalt und Bewegungsmuster des Kranichs zu erfahren.

Zusätzlich haben die neuartigen Sender einen 3D-Bewegungssensor. Dieser ist in dem GPS-GSM-Sender, der sich auf dem Rücken des Kranichs befindet und übrigens nur 56 Gramm wiegt, integriert. Der Sensor zeichnet in regelmäßigen Abständen die Neigung von drei Achsen auf. Durch die Veränderung der Achsenneigung pro Zeit können Rückschlüsse auf das Verhalten des Kranichs gezogen werden.

Ein weiterer Vorteil dieses neuartigen Senders ist, dass die für die Datensammlung erforderliche Energie nicht von einer Batterie, sondern von der Sonne stammt und damit theoretisch unendlich verfügbar ist. Auf der Oberseite des GPS-GSM-Senders befindet sich dafür ein Solarfeld, das die Sonneneinstrahlung absorbiert.

In den Jahren danach konnten dank Patenschaften weitere GPS-GSM-Sender angeschafft werden. Wenn auch Sie eine LIVE-Projekt-Patenschaft übernehmen möchten, melden Sie sich bei uns.

© Kranichschutz Deutschland 2017

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