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Kranichfang ist Teamarbeit.
Das Team besteht aus mindestens 4 Personen, die per Funkgerät
miteinander Kontakt halten. Alle beteiligten Personen müssen
darauf achten, dass sie nicht von den Kranichen entdeckt werden.
Man unterscheidet dabei Fänger, in der
Regel zwei, und Beobachter der Kranichfamilie. Während
sich die Fänger unter Ausnutzung vorhandener Deckung
an die Kraniche heranpirschen, observieren die anderen Mitglieder
den Familienverband mit einem oder zwei Jungvögeln. Haben
die Läufer eine günstige Position erreicht, stimmen
sie sich mit den Beobachtern ab. Diese fixieren jeweils den
genauen Standort der Jungvögel und dann geht es los.
Eins, zwei, drei und die beiden Läufer
verkürzen den Abstand zu den Kranichen. Beim Anblick
der Fänger erheben sich die Altvögel in die Luft
und geben mit knurrenden Lauten den Jungvögeln zu verstehen,
wie sie sich verhalten sollen.
Manchmal rennen die noch flugunfähigen
Jungkraniche vor den Fängern davon, werden aber meist
eingeholt. Meistens drücken sie sich in die Vegetation
und sind dann von den Läufern nicht mehr zu sehen. Deshalb
weisen die Beobachter die Fänger ein und dirigieren sie
zu dem letzten Standort der Jungkraniche. Dort finden sie
die Jungvögel tief geduckt am Boden liegen. Die Altvögel
kreisen zunächst über dem Fangplatz, landen dann
in sicherer Entfernung und beobachten das Geschehen.
Die gefangenen Kraniche bekommen zur Beruhigung
eine schwarze Baumwollkappe über den Kopf gezogen. Nach
der Markierung werden die Kraniche freigelassen und sind nach
einigen Minuten wieder in den Familienverband integriert.
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Strahlende Gesichter
- kurz vor der Freilassung eines mausernden Altvogels
(von rechts: Thomas Fichtner, Volker Günther, Anja
Kluge, Javier. A. Alonso, Andreas Pschorn, Juan C. Alonso,
Carlos Alonso) |
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